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Jahrestour Dolomiten

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Jahrestour Dolomiten: Gipfeltreffen der Radsportfreunde

Der Höhepunkt des Jahres stand bevor, unsere Jahrestour. Am Samstagmorgen um 6:00 Uhr trafen sich die Radsportfreunde und fuhren mit dem PKW zum Gipfeltreffen in die Dolomiten. Passo Pordoi, Falzarego, Valparola, Passo Giau: Allein die Namen der Dolomiten-Pässe versprechen Radtouren vom Feinsten. Unser Ausgangspunkt für unsere Touren war Arabba.

Warum gerade Arabba? Die Antwort gab der morgendliche Blick aus dem Hotelfenster. Egal in welche Richtung man schaute, nur schönes Wetter und majestätisch steil die Berge der Dolomiten. Unser Hotel Mesdi lag direkt an der Route der Sella Ronda, wo wir auf den Spuren des Giro d'Italia die Fährte der Profis aufnahmen. Bei strahlendem Sonnenschein, der sich jeden Morgen wiederholte, und nach einem reichhaltigen Frühstück war der Start zu unserer ersten Tour der Sellarunde.

Es ging gleich von Arabba zum Passo Pordoi (2.239 Meter) nach einer wunderschönen Abfahrt zum Sellajoch auf (2.213 Meter) über den Passo Gardena (2.121 Meter) zur Abfahrt nach Corvara und über den Passo di Campolongo (1875 Meter) über eine rasante Abfahrt zurück nach Arabba. Mit 56 km und 1700 Hm eine wunderschöne Tour, um sich an die Gipfel der Dolomiten zu gewöhnen.

Jahrestour Dolomiten

Unsere Mountainbikegruppe wollte gleich am ersten Tag ihre Königstour machen und fuhr ebenfalls über 33 Kehren Richtung Passo Pordoi. Nach einer kurzen, steilen und felsigen Schiebepassage zur Bergstation des Belvedere hinauf, erreichten sie den Bindelweg. Mit seinem spektakulären Panoramablick, direkt auf die gegenüberliegende Marmolada, der Königin der Dolomiten. Der grandiose Blick auf diesen mit Gletschern bedeckten Berg, sowie auf den tief unten im Sonnenlicht glitzernden Fedaiastausee entschädigte für die Strapazen der noch folgenden Auffahrt zum Rifugio Frederola, Rif. Viel dal Plan (2432m) und dem Porto Vescovo auf 2478m. Auf einem steilen Schotterweg ging es hinunter zur Passstraße und weiter die herrlich zu fahrenden Kurven hinunter nach Arabba.

Am zweiten Tag fuhr die Rennradgruppe zum Fedaia Pass ( 2.056 Meter) über Rocca Pietore und durch die wunderschöne Sotogutta-Schlucht, die sehr anstrengend war, wählten sie die schwierigere Anfahrt mit maximalen Steigungen von 20% erreichten sie den Pass. Die Aussichten über den Lago di Fedaia auf die Marmolada waren unbeschreiblich Über Canazei hinauf zum Passo Pordoi und einer traumhaften Abfahrt waren sie nach 65 km und 1850 Hm zurück in Arabba. Bei diesen Anstiegen und Abfahrten war es sehr wichtig einen guten Begleiter bei sich zu haben. Vielen Dank an unseren Günter, der für diese Aufgabe genau der richtige Mann war.

Die Mountainbikegruppe fuhr am zweiten Tag über das kleine Bergdorf Cherz hinauf zur Rif. Incisa 1.939m weiter zum 2.140m hoch gelegenen Rif. Prolongia, mit prächtigem Blick auf die Kreuzkofel- und Tofanegruppe. Auf eine herrliche Fahrt über den Gebirgskamm folgte eine beschwerliche Abfahrt über Berghänge und steile Schotterwege hinunter zur Campolongo-Passstraße. Weiter über die Passhöhe wieder in rasanter Fahrt zum Hotel Mesdi.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Alpenregionen verlaufen die Straßen in den Dolomiten auf relativ konstantem Niveau. Weder tauchen sie sehr tief in die Täler hinab, noch schrauben sie sich in schwindelnde Höhen hinauf. Und trotzdem: Kaum irgendwo sonst in einer Alpenregion finden Radsportler eine vergleichbare Anzahl von Pässen und Bergpanoramen auf so engem Raum.

Am dritten Tag stand für die Mountainbikegruppe eine Wanderung auf dem Terminplan. Hier kann man natürlich noch weiter in Regionen vorstoßen, die man mit dem Mountainbike nicht erreichen kann. Unser Kurt, ein erfahrener Kletterer, führte die Gruppe zum Col de Bos 2320m und über die Querung am 3210m hohen Tofane de Rozes. Diese Tour war genauso spektakulär und überwältigend wie die Bergtour am vierten Tag auf das 3152m hohe Pitz Boe mit seinem herrlichen Blick auf die umliegende Bergwelt bis zu den mit schneebedeckten Gipfeln der Alpen.

Die Rennradgruppe startete an diesem Tag eine Tour über den Falzaregopass, 2105m weiter über den Valparolapass 2168m und erreichte über eine herrliche Abfahrt Altina. Nachdem wir uns umgezogen hatten, weil es doch auf der Passhöhe ziemlich kalt und windig war, und uns ein wenig gestärkt hatten, ging die Fahrt weiter über Corvara zum Campolongopass 1875m. Nach 52 km und 1300 Hm erreichten wir auf einer herrlichen Abfahrt Arabba. Diese Tour wurde auch von unserer Mountainbikegruppe gefahren, die allerdings wesentlich wärmere Temparaturen auf den Passhöhen hatte und dadurch die wunderschönen faszinierenden Ausblicke richtig genießen konnten. Es ist wirklich eine ganz andere Welt.

Am vierten Tag ging es zum Passo di Giau, unserer Königsetappe. Es war jeder gespannt, was ihn erwartete. Hatte man die bis jetzt schon gefahrenen Pässe noch aus früheren Touren in Erinnerung, war dieser Pass für alle unbekannt. Bei herrlichem Sonnenschein ging es Richtung Falzarego, doch nach Andraz kam der Abzweig zum Col Santa Lucia und bei Selva di Cadore begann die Auffahrt zum Passo di Giau. 2233m. Steigungen bis 14% mussten überwunden werden, die aber von allen, auch von unseren beiden Damen mit Bravour bewältigt wurden. Den Lohn für diese Anstrengungen erhält man dann natürlich auf der Passhöhe. Hier suchten wir uns ein windstilles Plätzchen und wurden dann von unserem Begleiter Günter verwöhnt, der unterwegs Vesper eingekauft hatte. Ohne ihn wäre nicht alles so durchführbar gewesen, denn auf den Passhöhen, die alle über 2000m hoch waren, ist wärmere Kleidung für die Abfahrten notwendig, die man nicht alle im Trikot mitnehmen kann. In diesen Regionen herrschen schon andere Gesetze wie zu Hause. Über eine herrliche gute Straße mit unendlichen Kehren streiften wir fast Cortina di Ampezzo. Weiter über den Falzaregopass waren wir nach 76 km und über 2000 Hm zurück in Arabba.

Am 5. Tag wollten wir es ein bisschen ruhiger angehen lassen. Über St. Virgil fuhren wir in das Rautal. Über den Campalongopass, Corvara und weiter auf der SS244 Richtung Brunneck bis Zwischenwasser zur Abzweigung nach St. Virgil. Als wir in der Refugio Pederü nach genau 50km ankamen, waren alle überwältigt von diesem schönen Fleckchen Erde. Hier muss man einfach eine Pause machen. Nachdem wir die Ruhe, die wunderschönen Ausblicke, uns gestärkt hatten, ging es die gleiche Strecke wieder zurück. Mit hundert Kilometern die längste Tour. Doch als wir vom Campalogopass auf Arabba blickten, war alles vergessen. Neben der eindrucksvollen Gipfelkulisse der Dolomiten ist auch die Mischung aus Abenteuer und Zivilisation, aus Einsamkeit und Trubel einzigartig. Der Wechsel zwischen Naturidyll und pulsierender italienischer Lebensart prägte die Touren um die grauen Felsen. Nie fährt der Radler zu lange in der Abgeschiedenheit, regelmäßig tauchen Ortschaften auf. Die Dolomiten, das ist eine bizarre und verwitterte, in Türme und Zinnen aufgelöste Felsenwelt. Der nächste Tag, der letzte vor der Heimreise, war für alle frei, jeder machte das zu was er Lust hatte. Nach der Heimfahrt traf man sich noch zu einem Abschluss in der Pizzeria da Rosario. Man muss schon Glück haben, um solch eine wunderschöne Woche erleben zu dürfen. Ein Dankeschön an alle Teilnehmer.

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